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Version vom 12. Januar 2011, 10:36 Uhr
Aufbau der Datenaquisition (DAQ)
Roh-Datenformat
Die bei der Messung der integralen Signalintensität im 1420MHz-Band am Detektorausgang gesampelten Daten werden im AVR-ADC-Board zunächst in einem Ringpuffer einem gleitenden Mittel unterzogen. Jeweils ein über RS232 aquirierter Messwert ist also schon ein Mittel über eine (einstellbare) Puffergröße (16-32768) und somit auch mit einer Zeitkonstanten behaftet. Das acquire_ref-Macro legt diesen Messwert zusammen mit einem Zeitstempel im ASCII-Format ab. Zusätzlich werden die horizontalen und äquatorialen Koordinaten gespeichert sowie ein Flag, das angibt, ob das Signal der Antenne oder dem Referenzkanal entstammt (dieses Flag fehlt bei Aufruf des acquire-Macros):
| Date | Time | ADC-Wert | Azimut | Elevation | RA | Dec | Controller-Temp. | Ref-Flag |
| hh:mm:ss. | Counts | Grad | Grad | h | Grad | °C | ||
| 2010/04/19 | 23:25:11.765235000 | 13287.5 | 175.2 45 | 15.4876 | 4.3297 | 32.5 | 15.8 | 0 |
Benutzung der Datenaquisitions-Tools
Beispiel für Aufruf datataker:
bin/datataker /dev/ttyS5
Obige Zeile verbindet sich mit dem ADC und gibt die Daten mit Timestamp auf stdout aus.
Um den Zusammenhang zwischen gemessenen Intensitäten und Koordinaten auszugeben ist
macros/acquire
aufzurufen. Dieses Script gibt in dieser Reihenfolge folgende Werte auf stdout aus: timestamp ADC-Wert Azimut Höhe Stunde Deklination Controllertemperatur
macros/acquire_ref
erweitert die Ausgabe von macros/acquire um eine weitere Spalte
per default wird hier 19 mal der feed gemessen und danach 1 mal den Referenzkanal Es gibt hier noch 3 wichtige (Stellungs)Parameter
- 1. Averaging Anzahl default:100
- 2. Verhältnis Signalwerte Referenzwerte default :20 heisst 19 Signal 1 Referenz
- 3. Gesamtzahl der auszugebenden Werte default :-1 (endlos)
Log-Datenformat
Daneben läuft ein weiterer, davon unabhängiger Prozess, der alle Sensorenwerte und andere periphere Daten in regelmäßigen Zeitabständen in einer Log-Datei speichern. Dazu gehören diverse Temperaturen, Spannungen, Ströme, andere Umweltsensoren und evtl. INDI-RT-spezifische Werte, wie Motorgeschwindigkeiten o.ä. aber auch Observablen des Steuerrechners, wie z.b. die aktuelle Präzision der ntp-gesteuerten Systemuhr. Die Identifikation und ggf. Korrelation zu den Hauptdaten erfolgt wieder durch Vergabe eines eindeutigen Zeitstempels. Bsp.:
#date time temp1 temp2 windsensor IMot1 IMot2 U1 U2 U3 U4 ntp-err 2010/04/19 23:25:11.765235000 28.5 43.1 15 0 3.5 11.8 5.1 24.6 0.25 2.3
DAQ - Anforderungen und Vorschläge
Steuerung von Messungen
Steuerung über bash-Skripte
Systemtechnik und Zeitkonstanten
Kompendium der Usage
- Vergesslichkeit etc. zu bekämpfen ...
- Allanplot: root # .L allanplot.C++ # allenplot() ... tatsächlich mit e, nicht a
- Macros: (zB)
- <makro>.C (zuvor <file> einsetzen): # root -l <makro>.C
- oder # root -> .x <makro.C
- 2dfft siehe Changeset 497 for trunk
Verfahren bei zeitkonstanten Signalen
Vorbehaltlich einer grafischen Darstellung. Die Einzelschritte sind für eine rise time gerechnet, die eine Amplitude von 90% auf der Flanke ergibt [[1]]. Keine Totzeiten eingerechnet.
- analoge Tiefpassfilterung resp. Integration im Detektor:
- 400ns für einen Anstieg von 10% auf 90% gem. Datenblatt AD8307
- zeit- und wertdiskrete Tiefpassfilterung im Analog-Digital-Konverter (ADC):
- Der ADC sampelt mit 20kHz, d.h. der Puffer ist in 50ms einmal durchgeschoben, je nach Firmware kann sich ein Faktor 2 oder gar 4 zu diesem Wert ergeben. Also 10...200ms
- zeit- und wertdiskrete Tiefpassfilterung (resp. Integration) per Software (precision:double):
- (Beispiel). 50 Samples von 2,5 Dauer eines Timestamps, sind (hier) 75s
Die 0,9-Zeitkonstante ergibt sich hier zu . Es ist ersichtlich dass die Zeitkonstante via Suche nach dem rms-Minimum ganz überwiegend von der Software bestimmt wird.
- Der Schwenk zum nächsten Punkt dauert ebenfalls mehrere Sekunden, sind hier alles in allem 80s.
- Unterstellt man einmal, dass
- die 5° breite "ideale" Keule mit 3dB Abfall in 1/5-Schritten noch akzeptable Werte bringt (sind 1°) und
- ein 1h in RA / 15° in Dec grosses Feld interessiert, so wären
- für diesen Scan 5h anzusetzen.
- ideale Wetterbedingungen vorausgesetzt
- Abhängig von der Deklination der Quelle sind hier Zu- und Abschläge möglich. Horizontprobleme, Messungen unter 30° Elevation sind in der Regel wertlos oder nicht möglich.